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Kosten- und Finanzierungsplan

Fast jeder Förderantrag verlangt einen Kosten- und Finanzierungsplan, und fast jeder wird beim ersten Versuch zurückgeschickt — weil Ausgaben und Finanzierung sich nicht decken, weil die Förderquote über dem liegt, was das Programm hergibt, oder weil niemand gefragt hat, wann das Geld eigentlich gebraucht wird.

Dieses Werkzeug rechnet all das aus euren Positionen aus. Die beantragte Fördersumme tippt ihr nicht ein: Sie ist die Lücke, die bleibt, wenn alles andere gezählt ist — genau so, wie ein Fördergeber einen Finanzierungsplan liest. Dazu ein Preiskalkulator, der rückwärts rechnet, was ein Ticket kosten muss, und ein Mittelabruf nach Zeiträumen.

Welcher Ticketpreis die Lücke schließt, rechnet der Ticketpreis- und Break-even-Rechner; die Honorare auf der Ausgabenseite kommen aus dem Honorar- und Abgabenrechner.

Finanzierungslücke = beantragte Förderung

0,00 €

  • Gesamtausgaben: 0,00 €
  • davon förderfähig: 0,00 €
  • Einnahmen und Eigenmittel: 0,00 € (davon gesichert: 0,00 €)
  • Förderquote an Gesamtausgaben: 0 % · Förderquote an förderfähigen Ausgaben: 0 %
  • Kontrolle (muss 0 sein): 0,00 €

Begriffe, die in Anträgen vorkommen

Eigenmittel
Geld, das ihr selbst einbringt — aus Rücklagen, Mitgliedsbeiträgen oder Überschüssen früherer Veranstaltungen. Viele Programme verlangen einen Mindestanteil, weil Eigenmittel zeigen, dass ihr selbst im Risiko steht.
Eigenleistung
Unbezahlte Arbeit eurer Leute, oft mit einem Stundensatz bewertet. Nicht dasselbe wie Eigenmittel: manche Programme rechnen sie an, viele nicht. Fragt vorher, statt sie einfach einzutragen.
Zweckbetrieb
Ein wirtschaftlicher Betrieb, der unmittelbar dem gemeinnützigen Zweck dient — eine kulturelle Veranstaltung mit Eintritt ist in der Regel einer. Er bleibt steuerbegünstigt, im Unterschied zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, etwa dem Getränkeverkauf.
Förderquote
Der Anteil der Kosten, den die Förderung deckt. Achtet darauf, worauf sich die Quote des Programms bezieht: auf alle Ausgaben oder nur auf die förderfähigen. Liegt eure Quote darüber, braucht ihr mehr Eigenmittel oder ein kleineres Projekt.
Mittelabruf
Der Abruf bewilligter Gelder in Teilbeträgen, passend zu dem Zeitpunkt, an dem ihr sie braucht. Wer alles am ersten Tag abruft, bekommt Rückfragen; wer zu spät abruft, geht in Vorleistung.

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So wird gerechnet

Ob brutto oder netto geplant wird, hängt an einer einzigen Frage: Seid ihr vorsteuerabzugsberechtigt? Wer die Umsatzsteuer nicht zurückholen kann — das sind die meisten kleinen gemeinnützigen Organisationen —, zahlt sie tatsächlich, und dann gehört der Bruttobetrag in den Antrag. Wer sie zurückholt, würde sein eigenes Budget um 19 % aufblähen. Der Schalter in den Eckdaten stellt den ganzen Plan um, nicht nur eine Zeile.

Die Finanzierungslücke ist Gesamtausgaben minus aller übrigen Finanzierungsquellen. Sie wird berechnet und nicht eingetragen, damit die beiden Hälften eines Antrags einander nicht widersprechen können. Die Kontrollzeile muss null ergeben.

Die Förderquote wird zweimal ausgewiesen: bezogen auf die Gesamtausgaben und bezogen auf die förderfähigen Ausgaben. Programme meinen mal das eine, mal das andere, und der Unterschied ist erheblich, sobald einzelne Positionen nicht förderfähig sind.

Der Preiskalkulator rechnet rückwärts: aus Kosten, eingeplanter Förderung und übrigen Einnahmen ergibt sich, was über Tickets hereinkommen muss. Gruppen mit Preisfaktor 0 — Orga, Spielleitung — zahlen nichts, und ihre Plätze tragen die übrigen mit. Das ist die Rechnung, die per Hand am häufigsten schiefgeht.

  • Struktur nach gängigen Kosten- und Finanzierungsplänen kommunaler und Landes-Förderprogramme
  • Ausgabenarten des CSV-Exports: Honorare, Sachkosten, Reisekosten, Öffentlichkeitsarbeit
  • Umsatzsteuer: § 15 UStG (Vorsteuerabzug); ermäßigter Satz für Kulturveranstaltungen § 12 Abs. 2 UStG

Alle Werte mit Quelle und Prüfdatum stehen im Kennzahlen-Register — dort steht auch, wann sie zuletzt gegen die Verordnung geprüft wurden.

Häufige Fragen

Orga-Briefing

Etwa monatlich: Fristen für Förderanträge, neue Werkzeuge, Praxiswissen für Veranstaltende. Kein Verkauf, jederzeit abbestellbar.

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Orientierungswert. Dieser Rechner ersetzt keine Abstimmung mit Ordnungsamt, Bauaufsicht, Feuerwehr oder Fachplanung. Die Muster-Verordnungen der Länder weichen voneinander ab, und für eure Veranstaltung gilt die Verordnung eures Bundeslandes samt der Auflagen aus eurer Genehmigung.

Stand der Kennzahlen: 1.0 · zuletzt geprüft: 2026-09-18