Sicherheitskonzept-Assistent
Das Ordnungsamt will ein Sicherheitskonzept — und was gehört da rein? Dieser Assistent geht die Fragen mit euch durch, eine nach der anderen. Eine Gefährdungsbeurteilung ist keine Formsache, sondern eure Pflicht als Veranstalter — und die Grundlage jedes Sicherheitskonzepts, das beim Ordnungsamt durchgeht. Der Assistent führt euch in sieben Schritten hindurch: Welche Gefährdungen betreffen euer Event, wie schwer wiegen sie ohne Maßnahmen, was tut ihr dagegen, und was bleibt danach übrig.
Grundlage ist ein Katalog aus 71 typischen Gefährdungen der LARP-, Theater- und Veranstaltungspraxis, jede mit Orientierungswerten und Maßnahmenvorschlägen. Gerechnet wird nach der 5×5-Matrix, wie sie DGUV Information 215-310 für Veranstaltungen vorsieht, mit der Nohl-Matrix als Gegenprobe. Alles bleibt in eurem Browser; speichern und weitergeben könnt ihr die Bewertung als Datei.
Die Personenzahl dafür kommt aus dem Kapazitäts- und Rettungsweg-Rechner, und die Wetterfrage, die in jedem Konzept auftaucht, beantwortet die Wetter- und Abbruchkriterien-Karte.
Schritt 1 von 7 — Stammdaten
Wird automatisch in diesem Browser gespeichert.
So wird gerechnet
Risiko = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadensschwere, beides auf einer Skala von 1 bis 5. Bewertet wird zweimal: einmal ohne Maßnahmen (Brutto-Risiko) und einmal mit ihnen (Restrisiko). Dieses Zwei-Schritt-Verfahren empfiehlt DGUV 215-310 Kap. 1.3 ausdrücklich; Ziel ist, das Restrisiko in den grünen Bereich zu bringen.
Klassen: 1–4 gering und akzeptabel, 5–12 mittel und nur mit dokumentierten Maßnahmen vertretbar, 13–25 hoch und nicht akzeptabel. Ein Vorgang, dessen Restrisiko hoch bleibt, darf so nicht stattfinden — das ist der Punkt, an dem ein Programmteil geändert oder gestrichen wird.
Zur Gegenprobe rechnet der Assistent zusätzlich die Nohl-Matrix (4×4, Risikozahl = W + S − 1), die im deutschen Arbeitsschutz verbreitet ist. Weichen beide Methoden bei einer Gefährdung auseinander, lohnt ein zweiter Blick.
Maßnahmen werden nach dem STOP-Prinzip eingeordnet: Substitution vor Technik vor Organisation vor persönlicher Schutzausrüstung. Die Reihenfolge ist keine Empfehlung, sondern die gesetzliche Rangfolge aus § 4 ArbSchG.
- DGUV Information 215-310 — Sicherheit bei Veranstaltungen und Produktionen
- § 4 ArbSchG, DGUV Vorschrift 1 — STOP-Prinzip
- Nohl-Matrix (DGUV/IFA) — Vergleichsmethode
Alle Werte mit Quelle und Prüfdatum stehen im Kennzahlen-Register — dort steht auch, wann sie zuletzt gegen die Verordnung geprüft wurden.
Häufige Fragen
Es ist der inhaltliche Kern. Ein Sicherheitskonzept für die Behörde enthält darüber hinaus Lagepläne, Rettungswege, Kommunikationswege und die Namen der Verantwortlichen. Die Gefährdungsbeurteilung mit Maßnahmenplan ist der Teil, der am meisten Arbeit macht und am häufigsten fehlt — den nimmt euch der Assistent ab.
In eurem Browser, sonst nirgends. Es gibt keinen Server, an den etwas geschickt wird. Damit nichts verlorengeht, exportiert die Bewertung als Datei — die liegt dann bei euch und lässt sich später wieder einlesen oder an Mitorganisatoren weitergeben.
Nein. Nach dem Eventprofil schlägt der Assistent die Bereiche vor, die euer Event wirklich betreffen — ein Tavernenabend ohne Feuer und ohne Pyrotechnik hat mit diesen Bereichen nichts zu tun. Ihr könnt jederzeit weitere Gefährdungen dazunehmen; die Vorauswahl spart Lesezeit, sie trifft keine Entscheidung für euch.
Aus der Praxis, nicht aus einer Norm: Sie sind Startwerte ohne Maßnahmen, geschätzt für ein typisches Event dieser Art. Eure Bewertung kann und soll davon abweichen — euer Gelände, euer Publikum und euer Programm sind die Grundlage, nicht der Katalog.
Orga-Briefing
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Orientierungswert. Dieser Rechner ersetzt keine Abstimmung mit Ordnungsamt, Bauaufsicht, Feuerwehr oder Fachplanung. Die Muster-Verordnungen der Länder weichen voneinander ab, und für eure Veranstaltung gilt die Verordnung eures Bundeslandes samt der Auflagen aus eurer Genehmigung.
Stand der Kennzahlen: 1.0 · zuletzt geprüft: 2026-09-18